Tipps zum richtigen Umgang mit Ihrem Rasierer

  • Wann wird's Zeit für den Klingenwechsel? 
    Im Schnitt so ungefähr nach sieben bis zehn Rasuren. Sonst hinterlassen die alten Klingen nämlich schmerzhafte Spuren.
     

  • Was muss man beim Nassrasierer wissen? 
    Wie der Name sagt, ist der von Natur aus nicht wasserscheu. Die Klingen sorgfältig mit warmem Wasser (löst den Rasierschaum leichter) ausspülen, dabei alle Barthaare aus den Zwischenräumen entfernen. Desinfizieren ist nicht nötig. An der Luft trocknen lassen. Solange der Nassrasierer noch ein wenig feucht ist, niemals luftdicht aufbewahren, er könnte zur Brutstätte gemeiner Bakterien werden. 

     

  • Wann muss man das Scherblatt wechseln? 
    Na, spätestens, wenn Ihnen die Rasur so richtig unter die Haut geht! Nein, im Ernst, Sie sollten nicht warten, bis Sie sich an einem defekten Scherblatt verletzen. Wann ein neues Scherteil fällig ist, hängt vom Benutzer ab. Im Schnitt empfiehlt es sich, spätestens nach 18 Monaten Folie und Messerblock gemeinsam auszuwechseln. 
     

  • Und ein Apparat mit kreisenden Scherköpfen? 
    Auch kein Grund zu rotieren: Diese lassen sich leicht abnehmen. Man kann sie sogar unter Wasser abspülen. Dann hat man auch Zugriff zum Sammelbehälter der Barthaare und kann ihn leeren. "Mit dem Action-Cleaner kann jeder Philishaver bequem desinfiziert werden, das sollte man ungefähr alle drei Wochen machen", erklärt Petra Alisch von Philips. Dabei wird der Scherkopf auf das Gerät gesetzt und die Desinfektionslösung durchgepumpt - und fertig. 
     

  • Wie oft muss man den Scherkopfbereich desinfizieren? 
    Ungefähr alle sechs Wochen, empfiehlt Jürgen Höser vom Hersteller Braun. Aber bitte nicht mit Hochprozentigem. Besser: Eine milde Speziallösung (bekommen Sie für zirka sechs Mark in der Rasiererabteilung oder Fachgeschäften). Damit bei der nächsten Rasur auch alles glatt läuft, danach unbedingt nachfetten. Dazu einen Tropfen Nähmaschinenöl mit dem Finger auf dem Scherblatt verteilen. Mittel- und Langhaarschneider nicht vergessen. 

     

  • Wie reinigt man einen Trockenrasierer richtig? 
    Keine Sorge, so kompliziert ist das überhaupt nicht: Egal, wie viele schwingende "Köpfe" das Ding auch hat, bei Folienrasierern ist der Vorgang immer gleich: Runter mit der Scherfolie, ausblasen oder ausklopfen. Den Scherkopf selbst mit der Originalbürste säubern - ihre Borsten sind genau auf den Rasierer abgestimmt. Wenn diese in Ihrem Bad verschollen ist: Im Fachhandel gibt's eine Neue für zirka drei Mark. Noch einfacher geht es mit einem speziellen Reinigungsspray (zirka neun Mark), damit löst sich der Schmutz fast von selbst. Den dreh- und abnehmbaren Messerblock im Inneren reinigen Sie genauso. Nicht vergessen: Den Netzstecker vorher abziehen! 
     

  • Bitte laden Sie Ihren Akkurasierer beim ersten Mal für 8 bis 10 Stunden auf; unabhängig von der Anzeige. Geben Sie dem Akku 3-4 Monate Zeit um seine volle Leistung zu erreichen.

  • Bei der Rasur mit einem Foliensystemen (Braun, Grundig) den Rasierer nicht fest auf die Haut aufdrücken sondern sanft in kreisenden Bewegungen über das Gesicht fahren. Zu starker Druck verlangsamt die Motordrehzahl, erhitzt die Scherteile und kann die Rasur verschlechtern.

  • Laden Sie den Rasierer erst nach, wenn die Kapazität nahe Null ist bzw. die Leistung abfällt. Sie können dann über das Netzkabel weiter rasieren. Nachladezeit entsprechend der Bedienungsanleitung (1 bis 8 Stunden, je nach Modell).

  • Lassen Sie einen Akkurasierer nicht permanent am Stromnetz. Der Überladeschutz kann nur gelegentliches Überladen auffangen.

  • Gute Akku- und Netzgeräte haben eine automatische internationale Spannungsanpassung. Sie brauchen nichts einzustellen.

  • Reinigen Sie die Scherteile möglichst nach jeder Rasur. Die Folie mit Druckluft ausblasen ; die Messer mit der Bürste säubern. Spätestens nach 4 Wochen die Scherteile mit Rasierer-Reiniger pflegen (keinen reinen Alkohol oder Spiritus verwenden). Die Reiniger sind aus mehreren Komponenten zusammengesetzt und optimal auf das Gerät abgestimmt. Gelegentlich auch den Langhaarschneider reinigen.

  • Wechseln Sie die Scherteile bei Foliensystemen nach 12 bis 18 Monaten

Der Haut zuliebe

  • Verzichten Sie nach Möglichkeit auf eine Rasur unter den Armen und im Schambereich, die Haare helfen bei der Verdunstung des Schweißes...

  • Zupfen Sie Haare auf Leberflecken nur in Absprache mit Ihrem Arzt...

  • Einzelne Haare auf Furunkeln sollten Sie entfernen, da der Haarbalg oft ein Entzündungsherd ist...

  • Bei Schnitten geben Sie ein desinfizierendes Mittel (z.B. Isopropyalkohol) auf ein Papiertuch und drücken Sie es auf die Wunde...

  • Meiden Sie jede Form der Haarentfernung, wenn Ihre Haut trocken und rissig oder von der Sonne beansprucht ist...

  • Bei Pickeln und Entzündungen sollten Sie antiseptische Seifen und Aftershave mit leichtem Alkoholgehalt verwenden...

Wussten Sie, dass... 

  • ein Männerhaar 0,0381 Zentimeter am Tag und 13,97 Zentimeter im Jahr wächst;

  • ein Männer-Bart aus 7.000 bis 15.000 Haaren besteht;

  • die Barthaare eines Mannes 50 bis 60 Prozent dicker sind als die Haare einer Frau;

  • ein Mann in seinem Leben 3350 Stunden mit dem Rasieren von 838,20 Meter Barthaaren verbringt;

  • trockene Barthaare beinahe so widerstandsfähig sind wie gleich dicke Kupferdrähte;

  • sich 92 Prozent aller Männer in den USA, Kanada und Europa (insgesamt 240 Millionen) rasieren;

  • sich die Mehrheit der Frauen zwischen 11 und 13 Jahren zum ersten Mal Haare kosmetisch entfernen (z.B. unter den Achseln), die Mehrheit der Männer sich aber erst zwischen 14 und 15 Jahren rasiert;

  • dass Männer wie Frauen in der Steinzeit geschärfte Steine und Muscheln benutzten, um lästige Haare zu entfernen;

Stimmt es, dass der Haarwuchs
durch regelmäßiges Schneiden oder Rasieren beeinflusst werden kann?
 

Diese Ansicht ist eine Legende, schreibt Professor Eberhard Heymann von der Universität Osnabrück in seinem Lehrbuch "Haut, Haar und Kosmetik". 
"Sie beruht auf der Beobachtung, dass bei jungen Männern der Bart zunächst als Flaum sprießt und in der Zeit, in der man sich üblicherweise zu rasieren beginnt, in sehr dicke Haare übergeht." 

Jedes einzelne Haar am Körper durchlebt einen Zyklus: Zunächst sprießt es schnell, aber allmählich kommt das Wachstum zum Stillstand. Nach einer Ruhephase fällt das Haar aus, und ein neues wächst nach. Ob es zwischendurch geschnitten wird, ist dabei völlig egal - die Wurzel "weiß" nicht, was mit dem Haar draußen passiert. Die Stoppeln des männlichen Bartes oder an den weiblichen Beinen wirken nur deshalb kräftiger, weil das Haar an seiner dicksten Stelle abgeschnitten wurde und nun nicht mehr spitz zuläuft.

 

 

 
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